Donnerstag, 10. Januar 2013

Warum sachlich, wenn es auch gegen die Logik gehen kann?

Die Süddeutsche Zeitung schreibt in einem Artikel über eine Klage von Rossmann gegen die geänderten Rundfunkgebühren. Darin heißt es:


Als erstes überrascht das sollten abhänig sein, denn seit Beginn diesen Jahres sind die Zahlungen von den genannten Faktoren abhängig. Noch verwunderlicher ist der zweite Satz, der offenbar die Nichteinhaltung der Gebührenberechnungsgrundlagen aufzeigen soll. Wie kann man mit der Feststellung, dass einige Betriebe nun mehr Gebühren zahlen, widerlegen, dass die Gebühren von den drei genannten Faktoren abhängen? Der Autor versucht mit der Auswirkung die Ursache zu widerlegen... Wünscheswert wäre gewesen:

Seit Beginn diesen Jahres sind die Zahlungen für Unternehmen von drei Faktoren abhängig: der Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der betrieblich genutzten Kraftfahrzeuge. Das wirkt sich für einige Betriebe nachteilig aus.

Jetzt könnte man sachlich diskutieren, ob es schlimm ist, dass manche Betriebe (und auch Haushalte die zuvor keine Gebühren gezahlt haben) nun mehr zahlen (und andere weniger). Das Sachliche ist aber bei der SZ (und anderen) offenbar nicht ganz oben auf der Prioritätenliste: das echte (oder gespielte) Mokieren über die Namesänderung ("'Klare Regeln für die Wirtschaft', so hatte es die GEZ, pardon, der ARD-ZDF-Deutschlandradiobeitrags-Service, angekündigt.") ist ein Hinweis darauf.