Montag, 20. Januar 2014

Was kümmert mich mein Geschwätz aus dem vorherigen Satz

Markus Lanz bei Wetten, dass..? am 14.12.2013 in Augsburg:

"Lilly, lass uns, lass uns zu den, zu den schönen Dingen kommen. Ist auch gar nicht der Rahmen um jetzt ganz viele private Dinge breit zutreten. Wie, wie feiert Ihr Weihnachten?"



Freitag, 17. Januar 2014

Zur Sache kommen

Bei den Tagesthemen (vom 15.01.'14) wird als Einleitung in ein verwaltungsrechtliches und statistisches Thema ein Polier gefragt, ob Flensburg größer oder kleiner wird.[S. http://www.tagesschau.de/inland/zensus-flensburg100.html oder http://www.ardmediathek.de/das-erste/tagesthemen?documentId=19109364 mit Anmoderation ab Min. 15:00] Das Thema hat aber nichts mit Bevölkerungswachstum oder -Schwund oder Städtebau zu tun, sondern mit dem Zensus 2011. Bzw. genauer mit dem Unterschied zwischen den Einwohnerzahlen von der Stadt und denen die das Statistische Bundesamt ermittelt hat und die dahinterliegende Hochrechnungsmethode. Auch wenn der Sprecher selbst am Ende über Schrumpfen und Wachsen spricht, gehe ich im Glauben an die Kompetenz des Machers davon aus, dass er weiß, dass die Rahmenhandlung mit dem Polier nichts zur eigentlichen Diskussion beiträgt (ganz unabhängig von der Frage ob ein Abrissunternehmer die Ansicht hätte, Flensburg würde kleiner werden...). 

Dass man seicht in ein Thema einsteigen will, verstehe ich. Aber den Zuschauern könnte man auch einen seichten und sachgerechten Einstieg zutrauen. Ein paar Vorschläge:

  • 1a. Kann man von wenigen Häusern auf die gesamte Stadt schließen?
  • 1b. Hat das Statistische Bundesamt richtig gehandelt, als es die Zahlen von wenigen Häusern auf die gesamte Stadt hochrechnete? (Im Bild könnte zunächst eine Häuserzeile zu sehen sein, und dann mit einem Schwenk nach oben die restliche Stadt)
  • 2. Flensburg droht weniger Geld als bisher zu bekommen, weil nach Ansicht des Zensus die Einwohnerzahlen falsch und zu hoch waren. Doch die Stadt sagt, die Zahlen des Zensus seinen falsch und zu niedrig.
  •  3. Man spart sich die Einleitung im Beitrag ganz und belässt es bei der Anmoderation der Tagesthemen Moderatorin (die dann auch nicht mehr auf die Einleitung des Beitrags eingehen müsste).
Das schöne an Statistik ist, dass hinter den meisten Fragen ein praxisbezogenes Problem steht. Dieses kann man auch erklären; man muss es nur sich und dem Publikum zutrauen.

PS: In diesem Spiegel-Artikel [http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/datenlese-zensus-statistik-fuer-alle-a-939948.html] werden Zahlen zu dem vermuteten Effekt der Hochrechnung präsentiert.